Das große Klappern im Wohnmobil beim Fahren

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Klappern im Wohnmobil, unangenehme Geräuschkulisse beim Fahren

Das Klappern im Wohnmobil kennt sicherlich jeder. Das große Klappern beginnt manchmal gleich nach den ersten Metern, wenn der Kühlschrank nicht richtig verschlossen war. Das kann war sehr ärgerlich sein, wenn die Tür knallt. Aber das hat nichts mit den kontinuierlichen Geräuschen zu tun, um die es hier geht.

Es soll vielmehr um die schlechte Sinfonie aus den Hängeschränken gehen oder dem breiten Spektrum an Klängen und Geräuschen, die aus dem Vorratsschrank ins Ohr dringen. All diese Töne vermischen sich beim Fahren mit dem Motorgeräusch und können richtig nerven.

Neben der Dämmung der Geräusche ist es für uns allerdings auch wichtig, dass es sich um Hilfsmittel handelt, die kein großes Gewicht mitbringen.

Einfache Lösungen, die das große Klappern im Wohnmobil verhindern

Es gibt aber ein paar ganz einfache Möglichkeiten, diese nervigen Geräusche im Hintergrund annähernd komplett loszuwerden. Das Scheppern von Kochtöpfen aus Stahl kann schon brutal sein. Unser einfache Lösung war, die Töpfe im original Karton zu belassen und diesen so in den dafür vorgesehenen Stauraum zu stellen. Das ist zwar etwas aufwendig, wenn man einen Topf benötigt, aber der zeitliche Aufwand ist weniger spektakulär als eine eventuelle Geräuschkulisse auf einer Distanz von 300 Kilometern. Je nach Stauraum lässt sich sogar noch etwas auf dem Karton platzieren, was auf den losen Töpfen sicher nicht funktionieren würde. Direkt daneben steht unser Wasserkessel, auch im Original-Karton. So ist der Platz über die gesamte Breite optimal ausgefüllt und es kann nichts verrutschen.

Zwischen die einzelnen Töpfe, unser Set besteht aus drei Töpfen verschiedener Größen, legen wir einfach die handelsüblichen Pfannenschoner aus Filz*. Die Deckel der Töpfe befinden sich so im Karton, wie sie beim Kauf angeordnet waren. So haben wir dieses nervige Geräusch der klappernden Töpfe auf null Emission reduziert.

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Im Bereich der Küche muss aber noch mehr unternommen werden um unliebsame Geräusche loszuwerden

Beim Geschirr ist zunächst die Auswahl des Materials entscheidend. Es ist zwar irgendwie angenehmer und stilvoller von Porzellan zu essen, aber das spezielle Geschirr aus deutlich leichtern Materialien wie Bambus oder Melamin hat neben dem geringen Gewicht auch bei der Lärmbelästigung Vorteile.

In der Regel wird das Geschirr ja in Schränken verstaut, damit es während der Fahrt oder beim Bremsen nicht zum Geschoss wird. Befindet sich das Geschirr allerdings lose gestapelt im Schrank wird es laut. Beim Öffnen der Schranktür kann es nach einer Kurvenfahrt sogar für sehr böse Überraschungen sorgen.

Um die Geräusche hier zu reduzieren, haben wir eine Antiruschmatte, wie sie unter Teppichen Verwendung findet, verwendet. Wir haben sie in Stücke zerschnitten und den Boden im Stauraum damit ausgelegt.  Ebenso liegen passend geschnittene Stücke  zwischen den Tellern. Allerdings nur jeweils zwischen unterschiedlichen Tellern. Es stapeln sich vier große Teller, dann ein Stück von der Matte, bevor die nächsten vier Teller folgen. 

Ebenso umwickeln wir die Gläser und Teepötte mit einem Streifen dieser Antirutschmatten, damit sie während der Fahrt nicht aneinander schlagen können. Bis zum heutigen Tag ist nichts kaputt gegangen und die Lärmbelästigung durch klapperndes Geschirr ist auch hier nicht zu hören.

Das Gleiche gilt für die Besteckschublade. Hier befindet sich ein Besteckkasten, der bereits von Rapido passgenau eingearbeitet ist. Auch hier haben wir die einzelnen Fächer ausgelegt.

Was in der Küche für uns auch sehr wichtig ist, ist eine vernünftige und recht große Auswahl an Gewürzen. Diese eher kleinen Gefäße haben wir bündig in kleine, flache Körbchen aus Kunststoff gestellt. Sie stehen so eng, dass keinerlei Spielraum zum Rutschen besteht. Die Körbe stehen auch auf der Allzweckwaffe „Antirutschmatte“. 

Bei uns herrscht Ruhe in der kleinen Küche!

Kühlschrank klappern reduzieren und die Lebensmittel vorm herausfallen sichern

Auch im Kühlschrank kann es scheppern und ein nervige Geräuschkulisse erzeugen.

Es ist definitiv hilfreich, die Lebensmittel eng im Kühlschrank zu lagern. Es ist hilfreich, eher alle Lebensmittel in einer Etage eng zu packen, damit nichts hin und her rutschen kann, als alles locker auf zwei Ablagen zu verteilen. Damit beim „engpacken“ nichts nach vorn herausrutschen kann, helfen flexibel einstellbare Stangen.

Diese verhindern auch unliebsame Aufregung beim Öffnen der Kühlschranktür. Alles bleibt dort, wo es sein soll.

Bei den Flaschen, die in der Tür stehen gilt das Gleiche. Stehen die Flaschen eng aneinander, klappert nichts. Auch sollten Glasflaschen nicht direkt neben andern Flaschen aus Glas stehen. Lieber mal eine Ketchup-Flasche oder ein Joghurt-Becher dazwischen stellen.

Vorratsschrank inklusive Flaschen

Beim Kauf von Wein einfach mal den Winzer fragen, wenn man ein paar Flaschen gekauft hat, ob er eventuell Schutzhüllen für Flaschen hat, die er entbehren kann . Die Hüllen, wie sie unten zusehen sind, lassen sich selbstverständlich auch wunderbar für andere Dinge im Vorratsschrank verwenden, die klappern könnten.

Für den Wein ist es eh am Besten, wenn er in einem Karton transportiert wird, der Trennwände hat. Die Wein bei Zeiten genießen verhindert aber auch Klappergeräusche.

Schutzhüllen für Flaschen verhindern Klappern
auch Schutzhüllen für Flaschen verhindern Klappern

Klappern im Wohnmobil-Bad

Auch im Bad gilt: Hygieneartikel eng packen. Im Spiegelschrank wie auch in allen andern Fächern haben wir auch hier Antirutschmatten zurecht geschnitten und entsprechend eingelegt. Um größere Flächen besser aufzuteilen, stehen bei uns kleine Plastikdosen nebeneinander. Die haben wir dann eng bepackt. Es werden somit nicht nur Geräusche reduziert, sondern auch das Herausfallen beim Öffnen der Türen und Fächer, wie schon beim Kühlschrank beschrieben.

Heckgarage

Damit der große Lärm in der Heckgarage unterbunden wird, gilt es zunächst alles, was sich irgendwie bewegen oder hin und her rutschen kann, zu fixieren. Da für sollten stabile Spanngurte verwenden werden, die neben der Lärmvermeidung natürlich auch zur Sicherheit dienen.

Zudem reduziert sich die Geräuschkulisse in der Heckgarage, wie auch in einem anderen Stauraum auch, wenn der Klapptisch, wie auch die Klappstühle in entsprechenden Taschen verstaut werden. Es kann aber auch schon helfen, ganz einfache Luftpolsterfolie zwischen die Teile zu klemmen. Das Aneinanderschlagen oder -stoßen wird so verhindert. Auch dieses Geräusch kann sehr nerven.

Auch die Gasflaschen können aneinander stoßen

Und sogar die Gasflaschen haben bei uns keine Chance aneinander zu geraten. Die Flasche müssen fixiert sein. Bei uns lassen die Gurte aber dennoch ein wenig Spielraum für die Flaschen zu. Damit diese nicht lautstark zusammenstoßen können, klemme ich beim bestücken der Flaschen immer eine etwa 15 cm langes Stück vom Gartenschlauch dazwischen.

Der Möbelbau kann zum Klappern im Wohnmobil beitragen

Glücklicherweise sind wir in der Beziehung bei unserem solide verarbeiteten Wohnmobil von Rapido von derartigen Problemen weitestgehend verschont. Auch nach 16 Jahren hält sich der durch die Möbel verursachte Lärm sehr in Grenzen oder findet fast nicht statt. Zumindest im Vergleich zu dem, was wir durch Gespräche erfahren haben oder in verschiedenen Foren zu lesen ist.

Zu Beginn unserer Reisen war es lediglich der klappbare Tisch, der Nerven gekostet hat. Das Problem war aber sehr leicht zu lösen, indem wir ein Taschentuch aus Papier zwischen die aufeinander liegenden Tischplatten gelegt haben. Seit dem ist der Tisch verstummt.

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Beim Möbelbau ist aber nicht das Abstellen der unliebsamen Geräusche das Problem, sondern viel Mehr das Lokalisieren und Aufspüren. Es ist beim Fahren nicht genau zu hören, was das Klappern, Knatschen oder Quietschen genau verursacht, solange man allein vorn sitzt. Es hilft aber, wenn sich eine zweite Person beim fahren mal hinten umhört.

Ist das Problem gefunden hilft hier meist schon selbstklebender Filz oder kleine, selbstklebende Elastikpuffer aus Plastik, wie man sie auch für Schubladen verwendet. Aber auch Fenster-Abdichtungen aus Gummi, die eigentlich als Isolierung dienen, verhindern das unangenehme Lärmen von Türen oder Klappen während der Fahrt.

Fazit

Vieles, was von Wohnmobilausstattern und seitens der Industrie zur Geräuschreduzierung angeboten wird, kann eben so gut mit einfachen Ideen für viel weniger Kosten ersetzt werden. Bei vielem kann man sich recht gut selbst helfen, ohne dass man auf die Vielfalt der angebotenen Produkten zurückgreifen muss.

Es hängt natürlich auch von der Qualität der Verarbeitung des Herstellers vom Wohnmobil ab. Wenn billiges Sperrholz verwendet wurde, muss man sich nicht wundern, wenn sich früher oder später durch die Belastung des Fahrens und der Temperaturunterschiede der Jahreszeiten irgendwann die Schubladen oder Türen verziehen und beginnen zu klappern. Schon beim Kauf des Wohnmobils kann man entscheiden, ob das große Klappern irgendwann beginnen wird.

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